Auf Augenhöhe mit Raffael und Michelangelo - Eduard Bendemann und die Düsseldorfer Malerschule

30. Juli 2017

So., 30.07.2017  15:00 Uhr

Auf Augenhöhe mit Raffael und Michelangelo oder doch nur „thränenselige Träumereien“?

Eduard Bendemann und die neue Konzeption des Historienbildes in der Düsseldorfer Malerschule

Ein Vortrag von Prof. Dr. Hans Körner

1811 konvertierte der Berliner Bankier Aron Hirsch Bendix (später: Bendemann) mit seiner Familie zum Christentum. Dass der jüngste Sohn der Familie, Eduard, seine jüdischen Wurzeln nicht vergaß und auch nicht verleugnete, das beweist hinlänglich sein künstlerisches Werk. Eduard Bendemann gebührt das Verdienst, über den üblichen biblischen Themenkreis hinausgehend die Geschichte des jüdischen Volkes zum Thema der Malerei gemacht zu haben. 
Der Vortrag beschreibt Aufstieg und Fall der Werke Bendemanns in der öffentlichen Wahrnehmung, plädiert für eine affirmative Beurteilung auch und gerade der Sentimentalität der Bildstimmung und der Passivität der Bildfiguren, die seiner Kunst zum Vorwurf gemacht wurden und zeigt, welchen Anteil antisemitische Stimmen an der Diskussion über Eduard Bendemanns Gemälde im Besonderen und an den frühen Hauptwerken der Düsseldorfer Malerschule im Allgemeinen hatten.

Seit 1992 ist Professor Körner Lehrstuhlinhaber am Seminar für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Düsseldorfer Malerschule steht seit vielen Jahren im Fokus seiner Forschung. 2011 erschien sein Buch: „Unsichtbare Malerei“ – Reflexion und Sentimentalität in Bilder der Düsseldorfer Malerschule

Foto: Eduard Bendemann, Die trauernden Juden im Exil, 1832, Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (© Rheinisches Bildarchiv Köln)

Kunstkabinett der Dr. Axe-Stiftung
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